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Kaninchen

Wildkaninchen sind sehr bewegungsfreudige Tiere. Sie leben in Gruppen und betreiben Sozialkontakt. Ihre Ernährung besteht in der freien Wildbahn hauptsächlich aus Gräsern, Kräutern und hin und wieder Zweigen.

Unsere Hauskaninchen unterscheiden sich in Verhalten, Bewegungsdrang und Ernährung kaum von ihren wilden Vorfahren.
Deswegen brauchen sie Platz, artgleiche Gesellschaft, Heu rund um die Uhr, Gras/Gemüse min. einmal täglich und natürlich frisches Wasser. Das Wasser am besten in einem Napf anbieten, da kommt der natürlichen Tinkhaltung am nächsten.

Platz:
Aus Erfahrungswerten rechnet man pro Kaninchen in Aussenhaltung mit 3qm, um ihrem Laufbedürfnis nachgehen zu können und damit sie im Winter die Möglichkeit haben sich warm zu laufen. Da Kaninchen mindestens zu zweit gehalten werden sollten, heißt dass, das Gehege sollte min. 6qm groß sein.

Wichtig ist, das Gehege nach allen Seiten hin abzusichern. Damit Marder, Katze und Co. den Kaninchen nichts anhaben können.

Das sind nur ein paar wichtige Dinge die beachtet werden müssen. Um sich ausreichend zu informieren ist folgende Website sehr zu empfehlen:

 www.sweetrabbits.de

Züchten:
Ich rufe hiermit auf, keine Kaninchen mehr zu züchten! Viele Wackelnasen sitzen im Tierheim oder in Tierhilfen. Sie sind die Überbleibsel von gewolltem und ungewolltem Vermehren.
Außerdem müssen sehr viele Kaninchen in kleinen Ställen ihr ganzes Leben verbringen, oftmals ohne Kontakt zu Artgenossen, keine Möglichkeit sich auszutoben und schlechteste Ernährung.

 

Ein kurzer Einblick in die Geschichte zu mir und meinen Kaninchen

Kaninchen gehören schon lange zu meinem Leben. Als ich fünf Jahre alt war, entschlossen sich meine Eltern ein Haustier zu holen, ein Kaninchen. Wir nannten sie Stupsi.
Stupsi lebte die ersten Jahre bei uns im Haus. Nachts war sie meistens in ihrem kleinen Zimmerkäfig, tagsüber  durfte sie die meiste Zeit im Flur, Esszimmer und Wohnzimmer hin und her hoppeln. Manchmal durfte sie in meinem Zimmer auch die ganze Nacht herum laufen. Da sie stubenrein war, war das kein Problem.
Auf dem Speiseplan standen damals Heu, Trockenfutter , ein wenig Obst und Gemüse und Leckerlis wie Drops oder Nagerstangen. Zu dieser Zeit wussten wir es noch nicht besser.
Stupsi war immer fit wie ein Turnschuh.

der umgebaute HühnerstallAls Stupsi etwa sieben Jahre alt war, bekam sie einen Artgenossen, Leo. Dieser wurde erst einmal kastriert und dem gemeinsamen Leben stand den Beiden nichts mehr im Wege. Ein großes Gehege war bis dahin im Garten vorhanden, nur nicht für einen dauerhaften Aufenthalt, sondern nur stundenweise und unter Aufsicht.

Wir hatten einen kleinen Hühnerstall (1,5x1m) den ich zu einem schönen Kaninchenheim umbaute, mit Ebenen und einem zusätzlichen Fenster zum raus guggen.

Bei zwei Kaninchen sollte es nicht bleiben. Ich baute einen weiteren Stall und weitere Kaninchen kamen hinzu.
Bis ich endlich mein erstes dauerhaftes Gehege bauen durfte, verging noch eine Weile.

der zweite (kleine) StallNach langer Planung, wie denn nun das Gehege aussehen sollte, war es 2006 dann endlich soweit. Das Gehege hatte zusammen mit den Ställen eine Fläche von 10qm für sieben Kaninchen, damals schon zu klein (Richtwert 3qm für ein Kaninchen!).

Aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Zumindest hatten sie noch das ca. 30qm große Gehege drum herum, in dem sie sich tagsüber ein paar Stündchen austoben konnten.

Der Speiseplan änderte sich mehr und mehr, bis ich das Tockenfutter gänzlich vom Speiseplan strich. Seit her bekommen meine Kaninchen rund um die Uhr Heu zur freien Verfügung, zusätzlich im Sommer ein- bis zweimal Grünfutter am Tag, im Winter statt Grünfutter Gemüse.

Auf dem Bild unten, sieht man das alte Gehege, in dem meine Kaninchen bis 2010 noch gewohnt haben. Am oberen Rand des Bildes, von Stall zu Stall, hinter dem Baum herum, verläuft das kleine Dauerauslaufgehege. Das große Gehege drum herum war das, in dem die Kaninchen stundenweise Auslauf bekamen.

Unter 'So leben sie' könnt ihr sehen wie meine Kaninchen seit Ende 2010 wohnen

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